Heilpflanze Abelmoschus

 

Abelmoschus gehört zur Familie der Malvengewächse. Beheimatet ist sie in tropischen und subtropischen Gebieten Asiens und Australiens.

Geschichte: Es ist eine alte Heilpflanze, die seit der Antike vor allem im Mittelmeerraum genutzt wurde. Malven wurde zeitweise als Universalheilmittel gegen alle Krankheiten genutzt. Außerdem wurden sie dem Milchvieh zur Steigerung der Milchproduktion ins Futter gegeben und als Farbstoff genutzt.

Standort: Sie bevorzugt einen warmen, kalkarmen und trockenen Standort und daher findet man sie manchmal an Ackerrändern und Weinbergen.

Pflanzenbeschreibung: Es gibt 15 verschiedene Arten. In der Volksheilkunde macht man aber keine Unterschiede. Es sind ein-, zwei- oder mehrjährige Pflanzen. Sie sind krautig und erreichen Wuchshöhen von 0,2 m bis 4m. Die gestielten Laubblätter sind wechselständig und spiralig angeordnet und meist drei- bis siebenlappig. Nebenblätter sind vorhanden und die Planzen sind oft behaart. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind fünfzählig, sie stehen meist einzeln in den Blattachsen. Es gibt fünf grüne Kelchblätter die verwachsen sind, der Außenkelch ist fünf- bis fünfzehnlappig. Die fünf intensiv gefärbten Kronblätter sind trichterförmig verwachsen. Die vielen Staubblätter sind zu einer dem Stempel umgebenden Röhre verwachsen, der sogenannten Columna. Fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Es wird eine Kapselfrucht gebildet, sie ist behaart, 20 bis 50 mm lang und enthält ca 30 bis 50 Samen.

Hauptanwendungsgebiet:

  • Husten
  • Schleimlöser
  • steigerung der Milchproduktion
  • Krämpfe
  • Gliederschmerzen
  • schlechte Durchblutung

Heilanzeigen:

  • entzündungshemmend
  • astringierend
  • erweichend
  • harntreibend
  • hustenstillend
  • milchsekretionanregend
  • schleimlösend
  • wundheilend

Inhaltsstoffe:

  • Anthocyanglykoside
  • Ätherische Öle
  • Chlorogensäure
  • Gerbsäure
  • Gerbstoffe
  • Kaffeesäure
  • Malvin
  • Polyphenole
  • Schleimstoffe

verwendete Pflanzenteile:

  • Blühten
  • junge Triebe
  • Samen
  • Wurzel

Anbautipps:

  • die Samen im Frühjahr direkt ins Freiland säen
  • der Abelmoschus mag kalkarme, trockene und stickstoffreiche Böden
  • der Standort sollte sonnig sein

Sammelzeit: 

  • Junge Triebe : Frühling bis Sommer
  • Blühten: Sommer
  • Samen und Wurzeln: im Herbst

Sammeltipps:

  • Blüten direkt nach dem Aufblühen ernten
  • Blätter ohne Stengel ernten
  • Blüten an einem schattigen und luftigen Ort auf Papier oder Fliegengitter ausbreiten
  • Kraut bündeln und ebenfalls an einem lutigen und schattigen Ort trocknen

Anwendungen:

Tee:

Gegen Husten und Magen-Darm- Reizungen – auch zum Gurgeln gegen Entzündungen im Mund und Rachen.

  • 1 Teelöffel getr. Kraut mit 250 ml lauwarmen Wasser übergießen und 5 – 8 Stunden ziehen lassen, ab und zu umrühren und dann abseihen !!!nicht kochen!!!

Umschlag:

Gegen Hauterkrankungen und Hautflecken.

  • Umschläge aus frischem Pflanzenbrei herstellen

Salbe:

Für Klistiere und zur Erweichung.

  • Kraut in Butter einkochen

Kosmetik:

  • Wurzel in Wasser kochen, abseihen und abkühlen lassen ist ein gutes Haarpflegemittel

Küche:

Abelmoscus regt den Stoffwechsel an (also gut für Diäten geeignet ;-)) und fördert schonend die Verdauung.

Salat:

  • frische Triebe, junge Blätter und Blüten können im Salat verwendet werden

Gemüse:

  • die Blätter können wie Spinat zubereitet  oder fein geschnitten in Suppen gegeben werden


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