Gänseblümchen

Das Gänseblümchen (Bellis Perennis)

Das Gänseblümchen ist eine Pflanze die so gut wie überall wächst, auf jeder Wiese ist das kleine Blümchen zu finden und meist läuft man an ihr vorbei ohne ihr grosse Beachtung zu schenken, dabei hat die Pflanze eine Menge Heilkraft in sich, wenn auch nicht soviel wie manch andere Vertreter. Früher war sie sogar eine heilige Pflanze und stand für Reinheit und Unschuld. Die deutsche Übersetzung ihres lateinischen Namens heisst sogar: Ewig schön. Und das ist sie auch, verschönert sie doch unseren Wiesen mit ihren kleinen hübschen Blüten. Wer das Gänseblümchen in seinen Rasen loswerden möchte, der wird es schwer haben. Aber wer will das schon. Hier lesen sie was die kleine Blume für Heilkräfte hat und wie man sie anwenden kann.

Geschichte
Seine grösste Bedeutung hatte das Gänseblümchen vermutlich im Mittelalter, damals hat man es für viele Krankheiten eingesetzt. Man hat sogar geglaubt das man es als Abtreibungsmittel verwenden könnte. Man kannte das Gänseblümchen auch als Glücksbringer. Wenn man einen Strauss pflückt am Johannistag (24. Juni) zwischen 12 und 13 Uhr, den trocknet und als Talismann verschenkt, soll er ein Jahr Glück bringen.

Volkstümliche Namen
Maßliebchen, Monatsröserl, Tausendschön, Margritli

Standort
Nährstoffanzeiger, findet sich selbst auf häufig gemähten und betretenen Wiesen und Gänseweiden. Sie ist ein Zeiger für verdichteten Boden und Übernutzung im Wirtschaftsgrünland.

Pflanzenbeschreibung
Das Gänseblümchen hat eine Wuchshöe von 4 bis 15 Zentimetern. Es ist eine krautige, ausdauernde Pflanze. Es hat faserige Wurzeln. Jede einzelne Blattrosette bringt von November bis März aufrechte, blattlose lange Blütenstandsschafte mit einzeln stehenden Blütenkörbchen hervor.

Inhaltsstoffe
Saponin, ätherisches Öl, Schleimstoffe, Bitterstoffe, Gerbstoffe, organische Säuren, Anthoxanthin, Flavonoide, Vitamine, Mineralstoffe, ätherisches Öl (nur geringer Gehalt)

Wirkungen
entzündungshemmend, blutreinigend, wundheilung, stoffwechselanregend, lindert Erkältungsbeschwerden, vor allem Husten

Wirkmechanismus
Der Hauptwirkstoff des Gänseblümchens sind die Bitterstoffe. Sie erhöhen die Durchblutung des Darms der dadurch besser arbeiten und Giftstoffe besser ausscheiden kann. Sie sollen auch antibakteriell, antimykotisch, entzündunshemmend und spasmolytisch wirken. Ebenfalls stärken sie das Immunsystem. Sie helfen bei Magen-, Darmbeschwerden, fördern die Verdauuung, bekämpfen Keime und wirken fiebersenkend.

Vewendungszweck
Salat, essbare Blüten, Wildgemüse, Kapern, Tee, Keimsprossen, Kosmetik, Heilwirkung

Sammelzeit
Das ganze Jahr über, Zwischen April und Juni haben die Blätter die meiste Heilwirkung

Indikationen nach Kommission E (s. u.)
keine bekannt

Indikationen in der Erfahrungsheilkunde und Volksmedizin
Akne, Wundheilung, Atemwegserkrankungen, Blutreinigung, schlecht heilende Ekzeme, Entschlackung, Rheuma, Quetschungen, Prellungen, Bronchitis, Muskelschmerzen, Menstruationsbeschwerden

Nebenwirkungen
keine bekannt

Interaktionen
keine bekannt

Dosierung
siehe Rezepte

Darreichungsformen
getrocknetes Kraut

Rezepte

Hier finden Sie Rezepte mit Gänseblümchen

 

Die Kommission E bezeichnet eine selbstständige, wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA) und des heutigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland.

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