Heilpflanze Löwenzahn gesundes Unkraut Naturheilmittel

 

Der Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) gehört zur Familie der Korbblütler. Er stammt ursprünglich aus dem westlichen Asien und Europa ist aber weit auf der nördl. Erdhalbkugel verbreitet.

Geschichte: Den Saft des Krautes und der Wurzel der Pflanze nannte Tabernaemontanus `eine gebenedeyte Artzney´, und Matthiolus erzählt von dem `Röhrleinkraut´, wie er es nennt, dass allein schon durch das Umhängen der Wurzel Gliedweh und Seitenstechen zu heilen seien. Die sehr bedeutende Heilpflanze ist seltsamerweise in den Werken des Theophrast, Dioskurides und Plinius nicht mit Sicherheit festzustellen. Erst die arabischen Ärzte des frühen Mittelalters rühmen sie , und von dieser Zeit an spielt sie eine große Rolle in der Naturheilkunde.

Volkstümliche und andere Namen: Butterblume, Düwelsblom, Melkdistel, Bettpisser, Gänsezunge, Kuhblume, Milidistl, Bammbusch, Golichter, Maiblume, Schäfchenblume, Schweineblume, Hundeblume, Pfaffenröhrlein, Kettenblume, Kettenstock, Pusteblume usw

Standort: Er ist in Mitteleuropa ein häufiges Wildkraut an Wegrändern, auf Wiesen und in Gärten. Er ist eine Ruderalpflanze und besiedelt schnell Schutthalden, Mauerritzen und Brachflächen. Er ist in Gebieten mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 5 bis 26 °C zu finden. Er braucht Böden mit einem pH-Wert von 4,2 bis 8,3 und eine jährliche Durchschnittsniederschlagsmenge von 0,3 bis 2,7 m. Auch in Gebirgen kommt er vor, sogar bis in Höhenlagen von 2.800 m NN, dort bleibt er aber eher kleiner als im Flachland.

Pflanzenbeschreibung: Der Löwenzahn ist stark milchend, hat eine walzig-spindelförmige Wurzel, kahle, lanzettliche, buchtige-tieffiedernspaltige, schrotsägeförmige Blätter, einen hohlen, kahlen Blütenschaft und gelbe Blütenköpfe. Die Früchte bilden mit ihren Fruchtkronen eine weißliche Kugel, das sogenannte Licht.

Hauptanwendungsgebiete:

  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • Allergien
  • Frühjahrsmüdigkeit
  • Rheuma
  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • Verstopfung
  • Magenbeschwerden
  • Leberbeschwerden
  • Gallebeschwerden
  • Pickel
  • Warzen
  • Hühneraugen
  • Wassereinlagerungen

Heilanzeigen:

  • blutbildend
  • harntreibend
  • tonisierend
  • blutreinigend

Inhaltsstoffe:

  • Bitterstoffe
  • Flavonoide
  • Kohlenhydrate
  • Triterpene
  • Schleimstoffe
  • Kalium

Verwendete Pflanzenteile:

  • Blüten
  • Blätter
  • Wurzeln

Anbautipps:

Der Loewenzahn waechst auf fast jedem Boden, am besten jedoch auf gut geduengtem. Die Samen werden Februar bis Maerz direkt ins Freiland gesaeht oder man pflanzt Wurzelstuecke ein. Um ein unkontrolliertes ausbreiten zu verhindern sollte man regelmaessig die trockenen Blueten entfernen.

Sammelzeit:

  • Blueten, Blaetter, Wurzel im Fruehling
  • Wurzeln auch im Fruehherbst

Sammeltipps:

  • nicht auf frisch geduengten Wiesen sammeln
  • nicht an Feldraendern sammeln
  • nicht an viel befahrenen Strassen sammeln
  • der Saft hinterlaesst Flecken auf Kleidung und Haenden also am besten alte Kleidung und Handschuhe anziehen

Anwendungen:

Saft:

  • durch das Auspressen der Stengel erhält man den Saft der gut geeignet ist für eine Frühjahrskur
  • oder man kocht Teile der Pflanze aus

Tee:

  • 1 Teelöffel auf eine Tasse

Kaffee:

  • Wurzeln klein würfeln und trocknen
  • in einer Pfanne oder auf dem Backblech vorsichtig unter Umrühren rösten
  • in einer Kaffeemühle fein mahlen
  • 1 TL kurz aufkochen und kurz ziehen lassen

Küche:

  • die jungen Blätter eignen sich hervorragend für allerelei Frühlingssalate und Pesto


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