Heilpflanze Ackerhellerkraut

Das Ackerhellerkraut (Thlaspi arvense) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und ist in Mitteleuropa weit verbreitet.

Geschichte: Leider ist das Ackerhellerkraut als Heilpflanze relativ unbekannt, d. h. aber nicht das es nicht auch hervorragende Heilwirkungen hat. Die Pflanze heißt „Ackerhellerkraut“, weil die flachen, runden Fruchtstände an Geldstücke erinnern.

Volkstümliche Namen: Acker-Täschelkraut, Acker-Pfennigkraut, Ackertäschel

Standort: nährstoffreiche, lockere Lehmböden, häufig auf Hackfrucht- und Getreideäckern zu finden

Pflanzenbeschreibung: Die Pflanze ist meist einjährig und erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 4 em. Sie ist kahl, gelbgrün und riecht beim Zerreiben deutlich nach Knoblauch. Alle Blätter außer der untersten sind pfeilförmig und sitzend stängelumfassend. Der Stängel wächst aufrecht, ist kantig und meist verzweigt. Die Blätter sind schmal bis länglich verkehrt-eiförmig, ganzrandig oder gezähnt. Die Kelchblätter sind elliptisch geformt und etwa 2 mm bis 2,5 mm lang. Die Traube ist reichblütig. Die Kronblätter sind länglich keilförmig, weiß, abgerundet bis schwach ausgerandet und etwa 3 mm bis 5 mm lang. Auf etwa 7 mm bis 15 mm langen und fast waagerecht abstehenden Stielen sitzen die Schötchen. Sie sind fast kreisrund, ringsum breit geflügelt und etwa 12mm bis 18 mm lang. Sie besitzen an der Spitze einen tiefen, sehr schmalen Einschnitt und sind stark abgeflacht. Pro Samenfach enthält das Schötchen 4 bis 7 dunkelbraune, ellipsoidische, bogig geriefte Samen.

Hauptanwendungsgebiete:

  • Fieber
  • Bronchitis
  • Augenkrankheiten
  • Hautentzündungen
  • Rheuma
  • Leberschwäche
  • Nierenentzündung

Heilanzeigen:

  • entzündungshemmend
  • schleimlösend
  • antibakteriell
  • harntreibend
  • schweisstreibend
  • tonisierend
  • Fieber
  • Bronchitis
  • Rheuma
  • Leberschwäche
  • Nierenentzündung
  • Scheidenentündung
  • Menstruationsbeschwerden
  • Endometriose
  • Augenkrankheiten
  • Furunkel
  • Karbunkel

!!!Zu große Mengen oder eine Einnahme über einen langen Zeitraum hinweg können die Anzahl der roten Blutkörperchen senken – also mäßig dosieren!!!

Inhaltsstoffe:

  • Öl
  • Senföl
  • Vitamine
  • Magnesium

Verwendete Pflanzenteile:

  • Samen
  • Kraut

Anbautipps:

  • Ackerhellerkraut ist gerade in der Forschung weil man evtl. daraus Biodiesel herstellen könnte
  • es ist anspruchslos, benötigt wenig Dünger und Pestiziede und läßt sich fast auf jedem Boden anbauen

Sammelzeit:

  • März bis Oktober

Sammeltipps:

  • für Salat eignen sich am besten die frischen Frühlingblätter da diese dann noch nicht so bitter schmecken
  • am besten zu dünnen Sträussen zusammenbinden und an einem trockenen, luftigen und schattigen Ort aufhängen

Anwendungen:

Tee:

  • sehr gut geeignet als Zusatz zu Grippetees
  • inneren Entzündungen wie z. B. Nierenentzündung
  • bei Menstruationsbeschwerden
  • bei Entzündungen der Gebärmutter und Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut

Sitzbad:

  • hilft gegen Scheidenentzündung

Hauterkrankungen:

Die Haut mit Ackerhellerkraut-Tee waschen, baden oder Umschläge auflegen.

  • gegen Hautentzündungen
  • Furunkel
  • Karbunkel

Küche:

Salat:

  • die jungen Blätter der Rosette eignen sich gut als Zusatz zum Wildsalat, aber am besten nicht alleine außer man mag es bitter

Wildgemüse:

  • ebenso Verwendung finden sie als Gemüsebeilage in Suppen


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